Unser Schulprogramm

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„Ich habe keine Angst, ich lehre das Fürchten“

Die kleine Bühne Lichtenberg präsentiert ein gespenstisch gutes Theaterstück um eine gruselige Wette

Von Ann-Carolyn-Hartwig (Cuxhavener Nachrichten, 30.5.2017)

CUXHAVEN. Gespenstische Musik ertönt. Wo sich die Zuschauer zuvor noch lautstark in der Aula des Lichtenberg-Gymnasiums unterhalten haben, wird maximal noch ein „Pssst!“ gezischelt. Dann treten die Geister ein, leuchten sich mit Taschenlampen einen Weg durch das Publikum zur Bühne und singen „finster, finster...“

Gespenstisch amüsant spielen die Schauspieler der kleinen Bühne Lichtenberg an diesem Abend und entführen die 80 Zuschauer in eine geisterhafte Welt. Ob sich da auch das Publikum gruselt? Vielleicht vor Klopfgeist Argie?

„Hat jemand Angst vor Argie Schlotter?“ heißt das Stück von Justus Liebig, das die kleine Bühne unter der Leitung von Katja Tenzer und Jutta Schulz präsentiert. Auch Geistern und Gespenstern graut es, wenn sie ans Familientreffen denken. Vor allem Klopfgeist Argie Schlotter ist überhaupt nicht begeistert. Bei dem Treffen der Klopfgeist-Familie Schlotter und den Beißgeistern Draculescu kommt wieder einmal seine „Mensch-Angst“ auf den Tisch. Wie kann es sein, dass sich ein Geist vor Menschen fürchtet, sollte es doch eigentlich umgekehrt sein. Frei nach dem Motto „schlimmer geht immer“ schließen die Familienväter eine Wette ab: Argie soll noch in dieser Nacht einem Menschen das Fürchten lernen. Schon bald stellt sich aber heraus, wie schwierig es heutzutage ist, Menschen zu erschrecken: So wird Argie von einer Joggerin müde belächelt und gefragt, ob heute Fasching sei. Großmutter Geist wird von zwei Polizisten sogar zum Alkoholtest gebeten. Schließlich schafft es der kleine Klopfgeist mit der Hilfe seiner Oma Agathe, der Albernen, doch, zwei Menschen einen gehörigen Schrecken einzujagen. Aber ist die Wette damit gewonnen? Mit der Hilfe eines anderen Geistes? Nein, meint Familie Draculescu und so versucht Argie erneut sein Glück und landet im Schlafzimmer der kleinen Klara, einer Gespenster-Expertin. Statt sich vor Argie zu fürchten, werden die beiden zu Freunden.

Trotz der weißen Schminke ist den Schülern die Spielfreude ins Gesicht geschrieben. „Manche Schüler sprechen im Unterricht kaum einen Halbsatz und dann stehen sie auf der Bühne.“, freut sich Jutta Schulz. „Wir sind so echt. Da kann das Fernsehen einpacken!“, heißt es im Stück. Auch außerhalb des Kontextes trifft das auf die Vorstellung zu. Die Dernière ist ein voller Erfolg! So erwartet die Darsteller tobender Applaus.

Die Truppe um den zurückhaltenden Geist Argie spielt sich an diesem Abend in die Herzen der Zuschauer, anstatt sie gehörig zu erschrecken. Ob gruselig oder nicht, die kleine Bühne Lichtenberg hat an diesem Abend definitiv „beGEISTert“.