Unser Schulprogramm

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Theater AG: Der Prozess

Der unvollendete Roman „Der Prozess“ von Franz Kafka entstand in der Zeit vom Sommer 1914 bis Januar 1915. Das Manuskript entstand in nicht-linearer Abfolge. Es lässt sich nachweisen, dass Kafka zuerst das Eingangs- und das Schlusskapitel niederschrieb und weiterhin an einzelnen Kapiteln parallel arbeitete. Er schrieb in Hefte, die er auch für die Niederschrift anderer Texte verwendete. Die dem Prozess zugehörigen Blätter trennte er heraus und ordnete sie nach Kapiteln und Fragmenten, ohne dabei eine bestimmte Reihenfolge der Teile festzulegen.

Anfang 1915 unterbrach Kafka die Arbeit am Roman und nahm sie (bis auf einen kurzen Versuch im Jahr 1916) nicht wieder auf. Bereits im November 1914 schrieb Kafka: „Ich kann nicht mehr weiter schreiben. Ich bin an einer endgültigen Grenze, vor der ich vielleicht wieder jahrelang sitzen soll, um dann vielleicht wieder eine neue, wieder unfertig bleibende Geschichte anzufangen.“

Ähnlich wie auch im Zwillingsroman „Das Schloss“ gibt es eine Vielzahl an Deutungen. Josef K. sieht sich jeweils einer unbekannten, anonymen Macht mit weit verzweigten, undurchdringbaren Hierarchien gegenüber. Es scheint unendlich viele Instanzen zu geben, nur mit den allerniedrigsten von ihnen hat K. Kontakt. Darum bleibt die übergeordnete Macht, das Gericht, für K. unfassbar und er kann dessen Wesen trotz all seiner Bemühungen nicht ergründen.

Ein autobiographischer Ansatz zur Deutung ist denkbar. So sieht Elias Canetti in der intensiven Beschreibung des Gerichtswesens einen offensichtlichen Bezug zu Kafkas Arbeitswelt als Versicherungsjurist. Parallel zur Entstehung des Romans gab es prägende Erlebnisse im Leben des Autors. So löste seine Verlobte Felice Bauer, die er im August 1912 kennenlernte, das erste Mal ihre Verlobung (Nachdem sie wieder zusammenfanden, trennten sie sich 1917 in Prag endgültig). Diese erste Trennung war für Kafka mit einem Gefühl des Angeklagt-Seins verbunden, eine abschließende Aussprache in Anwesenheit von Felices Schwester Erna und Felices Freundin Grete Bloch, mit der Kafka einen verfänglichen Briefwechsel geführt hatte, empfand Kafka, so Volker Krischel in seinen Erläuterungen zu Kafkas Roman, als „Gerichtshof“. Ähnlichkeiten beim Vergleich der Initialen von Fräulein Bürstner und Felice Bauer drängen sich auf.

Peter André Alt verweist weiterhin auf die traumhafte Komponente der Geschehnisse 1. „Wie im Traum vermischen sich Inneres und Äußeres. Da ist der Übergang von der fantastisch-realistischen zur allegorisch - psychologischen Ebene.“ K.s Arbeitswelt wird zunehmend von der phantastischen, traumhaften Welt untergraben.

Im Laufe des Romans zeigt sich, dass K. und das Gericht sich nicht als zwei Wesenheiten gegenüberstehen, sondern dass die inneren Verflechtungen zwischen K. und der Gerichtswelt zunehmend stärker werden. Zum Ende des Prozesses „begreift Josef K. […], daß alles, was geschieht, seinem Ich entspringt“ 2, dass alles das Ergebnis von Schuldgefühlen und Straffantasien ist.

Der Theaterpädagoge Hansjörg Haaser lieferte die dramatisierte Fassung für unsere Inszenierung. Sein Anliegen war es, ..."einen schwierigen Stoff begreiflich zu machen“. Das Fragmentarische des Romans spiegelt sich in den zahlreichen Szenen, die durchaus untereinander austauschbar sind.

 

1Peter André Alt : Franz Kafka. Der ewige Sohn. Eine Biographie.

2 Peter André Alt

 

11.3.2019

Musikmentorinnen

v.l. Ronja Krullmann, Merle Schreiner, Lena Weidner-Meyer, Sherley Liesinger, Sabine Rönnfeld

Der letzte Ton verklingt, das Publikum applaudiert begeistert. Vor dem 50köpfigen Orchester steht kein Dirigent im Frack, sondern Ronja Krullmann, Schülerin des Lichtenberg Gymnasiums. Die Zehntklässlerin hat das Stück „Misty Mountains“ aus dem Film „Der Hobbit“ eigenhändig für Orchester ... »mehr

Zukunftstag

Der Termin des Zukunftstages ist dieses Jahr der 28.3.2019. Die Freistellung vom Unterricht ist zeitnah im Sekretariat zu beantragen.

Der Antrag und weitere Informationen sind unter folgendem Link erhältlich:

MK Niedersachsen - Zukunftstag

 

Neue Kollegen zum 2. Hj. 2018/19

Die Schulgemeinschaft begrüßt zum zweiten Halbjahr 2018/19 neue Kolleginnen und Kollegen:

  • Herr Dock (Dck), Fächer: Mathematik und Physik
  • Herr Gottschalk (Gk), Fächer: Biologie und Sport
  • Herr Johannesdotter (Joh), Fächer: Deutsch und Politik
  • Frau Kottke (Ktk), Fächer: Englisch und Geschichte
  • Frau Schubert (Sbt), Fächer: Deutsch und Kunst
  • Frau Schünemann (Snm), Fächer: Deutsch und Latein
  • Ref. Fr. Bußmann (Bus), Fächer: Deutsch und Biologie
  • Ref. Fr. Goharani (Goh), Fächer: Deutsch und Geschichte
  • Ref. Fr. Neumann (Neu), Fächer: Englisch und Sport
  • Ref. Hr. Schlegel (Slg), Fächer: Biologie und Erdkunde

 

LiG dominiert Stadtmeisterschaften

Am Dienstag, 29.1.19, fanden die Stadtmeisterschaften der Cuxhavener Schulen statt und das LiG war sehr erfolgreich durch seine Schülerinnen und Schüler vertreten. Im Basketball und Volleyball holten die Mannschaften der Mädchen und Jungen den Titel. Im Mixed-Volleyball holten die Geschwister-Scholl-Schule und im Fußball das AAG (Mädchen) und die Süderwischschule (Jungen) den Titel.

Erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb Mathematik

Die Schulgemeinschaft gratuliert Alexander Steinkopp, Jg. 12, zu einem hervorragenden 3. Preis in der ersten Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik. In Niedersachsen sind in diesem Durchgang lediglich neun 3. Preise vergeben worden, 1. und 2. Preise gar nicht. Alexander gehört somit zu den neun besten (Nachwuchs-)Mathematikern seines Jahrgangs landesweit. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Festschrift zum 200-jährigen Schuljubiläum

Die Festschrift zum 200-jährigen Schuljubiläum ist ab sofort im Sekretariat oder in der Buchhandlung Oliva für 10 Euro erhältlich.

Gönnen Sie sich die Möglichkeit, die Entwicklung des Lichtenberg-Gymnasiums nachzuvollziehen und interessante Blicke auf das Schulleben der vergangenen Zeiten zu werfen.  

 

Das Jubiläumsjahr zum Nachlesen

Im Zuge des 200-jährigen Jubiläums des LiG sind in den Cuxhavener Nachrichten Artikel über die zahlreichen Veranstaltungen und über die Geschichte unseres Gymnasiums erschienen. Hier finden Sie sie zum Nachlesen: